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Gesellschaft

Dumpfes Nationalbewusstsein im Deutschrock

Ronny vom KFMW hat ja den lobenswerten Rückzug von Sponsoren und Medienpartnern des With Full Force-Festivals  aufgrund der gebuchten Band Frei.Wild erwähnt. Dazu habe ich hier ein paar Gedanken formuliert. 

Menschen, die intellektuell und gesellschaftlich auf einfachen Niveau leben, werden gerne als marxistisches Lumpenproletariat, heutzutage eher als Prekariat bezeichnet. Sie finden es schwer, sowohl sich sich als auch den eigenen Wert zu erkennen. Mangels Bildung können Sie keine eigene Meinung, wirken treugesinnt einem dumpfen »Wir-Gefühl«. 

Gehört werden gerne Gassenhauer und Bands wie Frei.Wild und B'Onkelz. Sie verfügen über ein eher simples Liedgut, das sich an dem primitiven Menschenverstand richtet. Es geht um unreflektierte und ironiefreie Selbstbestätigung. Es geht um die (eher einfältigen) Themen des prekären Mannes und der prekären Frau, oftmals eher weniger angesprochen. Den gesellschaftstauglichen »Deutschrock«, den die Bösen Onkelz so kommerziell erfolgreich begründen, versucht die Band Frei.Wild zu wiederholen.

Auszeichnend bei dem Liedgut ist, dass es über keine musikalischen Experimente und komplexen Strukturen verfügt. Die Texte richten sich vor allem an das "Wir"-Gefühl nebst patriotischen Strukturen. Damit schotten sich die Bands als auch die Hörer gegenüber der feindlich empfundenen Welt ab, das belegen die wiederholenden "Wir" gegen "Euch" Konstruktionen der Liedtexte.

Diese oftmals ungebildeten Individuen treten unzuverlässig, passiv und reaktionär auf. Sie eint das "Wir"-Gefühl. Aus Angst vor allen Unbekanntem und Fremdem aus. Entstanden auErwerblosigkeit oder unsicheren Erwerbstätigkeiten und schlichten Arbeitsverhältnissen. Dieser Bevölkerungsgruppe nähert sich der patriotische, völkische, Nationalismus. Er ist absolut inkompatibel mit modernen, weltoffenen und demokratischen Gesellschaften. Diese Klassen bedienen nicht nur die Bands wie Böse Onkelz und Frei.Wild, auch moderne politische Parteien der Mitte bedienen diese Schichten, um sich an der Macht zu erhalten. Namentlich Lieder wie "Wahre Werte von dem Album "Gegengift" der Frei.Wild sind einen eher mystischen völkischen Nationalismus zuzuordnen. Diese Lieder ihre Wurzel in der "Blut-und-Boden-Ideologie", ein zentrales Thema des Nationalsozialismus. 

Der kommerzielle Erfolg sowohl von den Bösen Onkels als auch von Frei.Wild liegt also in der Konformität des dumpfen Nationalbewusstseins. In den Texten ist das Prekariat neben dem marxistischen Lumpenproletariat eine angestrebte Norm. Gegen alle anderen Meinungen wird unverblümt und versteckt rebelliert.

P.S.: Was Dimitri dazu sagt, dass Frei.Wild das Festival abgesagt hat:

Dimitri, via FFMW und Pantöffelchen

Aufstandsbekämpfung - Städte als Kriegsgebiet

Nie wieder Krieg? Glauben wir wirklich, dass die Bundeswehr nur in Kriegseinsätzen im Ausland tätig sein wird?
Nachdem sich die finanzwirtschaftliche Rahmenbedingung in unserem System drastisch verändert haben, ist es ja nur logisch, dass das Tätigkeitsfeld der Bundeswehr auch zu Einsätzen im Innern erweitert wird. Daher macht es natürlich Sinn, wenn Thomas de Maizière zusammen mit Hans-Peter Friedrich im August 2012 verlautbaren lässt:

ESM, Fiskalpakt und Widerstand

#ESM und #Fiskalpakt stehen glasklar im Widerspruch zum Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, denn ab dann wird die Staatsgewalt definitiv nicht mehr vom Volke ausgehen, wie dies gemäß Grundgesetz Artikel 20 Abs. 2 eigentlich vorgesehen ist. Ein Versuch, die darin definierte „verfassungsmäßige Ordnung“ zu beseitigen, führt direkt zu Grundgesetz Artikel 20 Absatz 4, wonach es unter diesen Umständen ein Recht zum Widerstand gibt: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Patriotismus – Nationalismus – nein danke!

Ich trete für ein grenzenloses Miteinander der Menschen ein. Daher sage ich: “Patriotismus – Nationalismus – Nein danke!”. Ich werde nicht das Icon der Grünen Jugend benutzen. Nicht nur, weil ich mit der Grünen Partei politische eins werde.  

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