Hände weg vom Acker, Mann

Die Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino stoppen – jetzt bei der E-Mail-Aktion von foodwatch unterschreiben!

Es gilt aber auch im eigenen Haushalt und im Handel: Möglichst keine Nahrungsmittel vergeuden. Das wäre gewiss ein Anfang. Dann könnte möglicherweise die Nachfrage der Herstellerfür Nahrungsmittel und Rohstoffe im Realmarkt deutlich sinken.
Und die Spekulanten würden sich möglicherweise abwenden, weil diese dann ihre eingesetzten, gewetteten, Geldmittel verlieren.

Bei der Nahrungsmittelspekulation geht es nicht um Nachfrage nach Nahrungsmitteln, sondern um abstrakte Finanzinstrumente: Es werden Anlagepapiere angeboten, mit denen auf die Preisentwicklung von Mais, Weizen etc. gewettet wird, und weniger als den realen Markt, auf dem sich die Haushalte und der Handel treffen.
Es geht um die reine Kapitalanlage, also Gewinnmaximierung durch das Eintreffen der Wette. Somit schaffen diese Wetten eine virtuelle Nachfrage - und treiben so die Preise für Nahrungsmittel und Rohstoffe auf den realen Markt nach oben.
Infolge dessen kann der Handel ind den ärmeren Ländern kann die Haushalte nicht mehr versorgen.

Wer mit Lebensmitteln spekuliert, spielt mit dem Leben anderer Menschen. Spekulation schafft Hunger. Fordern Sie die Deutsche Bank zum Ausstieg auf
– dafür bei foodwatch unterzeichnen!

Josef Ackermann ist als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank nicht nur Chef einer der größten Investmentbanken der Welt, sondern als Präsident des Weltbankenverbandes IIF auch der mächtigste Lobbyist der Finanzwirtschaft. Die Deutsche Bank via foodwatch jetzt zum Ausstieg auffordern.
http://www.haende-weg-vom-Acker-Mann.de

Denn unser Verständnis der Zivilisation, des Fortschritts und und nicht zuletzt des Konsums ruiniert die Welt und die Existenzgrundlagen der Menschen als Gesamtheit.
Veränderung müssen vor allem bei uns anfangen!


Hände weg vom Acker, Mann!foodwatch

Update 31.01.2012:
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Ackermann, bricht sein Versprechen und verbittet sich per mail weitere Kommunikation mit foodwatch:

[…]Manager ignorieren Kritik an Rohstoffspekulationen
Die entscheidende Wende nahm die Sache in London. Kurz vor Weihnachten traf sich Thilo Bode mit sechs Managern der Deutschen Bank in der britischen Finanzmetropole. "Die Atmosphäre war sehr unangenehm", erzählt der Chef von Foodwatch, seine Gastgeber ließen ihn und seine Kritik an den Rohstoffspekulationen der Bank einfach auflaufen. "Die wollten meine Argumente gar nicht hören."[…]
Quelle: SPON "Ackermann bricht sein Versprechen" via t-online: "Ackermann bricht sein Versprechen"

Ich bleibe dabei: Die an Hungerskatastrophen dieser Welt mitverantwortlichen sind die Banken und Zocker an den Börsen. Diesen Menschen scheint jede auch nur kleinste soziale Regung abhanden gekommen zu sein. Meiner Einschätzung nach ist das Verhalten Antisozial. 
Doch sind solche Menschen wie Ackermann schlecht? 

Nein, in meiner Sicht gint es keine "schlechten" Menschen. Menschen, die mit Nahrungsmitteln wie oben spekulieren sind lediglich in untersten Niveau der menschlichen Entwicklung und sind, auch wenn sie über mich bestimmen wollen, lediglich wie Kinder. Solche Banker und Spekulanten haben wie kleine Kinder überhaupt keine Möglichkeit, Verantwortung über sich und ihr Handeln zu übernehmen, und somit kann man, leider, nicht erwarten, dass diese Menschen, wie es Klaus Baum zitiert, nach Afrika gehen und sich das Elend dort anzuschauen und auch nur annähernd ertragen. "Heuschrecken" können in ihren Armanianzügen, oder was weiß ich, was die so tragen, überhaupt kein Mitgefühl entwickeln: Sie würden erkennen, was sie mit ihrer Arroganz auslösen. Wömöglich ist es das, was Jesus meint mit dem Gleichnis vom Nadelöhr: »Wie schwer ist es doch für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!« Die Jünger waren über seine Worte bestürzt; aber Jesus sagte noch einmal: »Kinder, wie schwer ist es, ins Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.« […]»Bei den Menschen ist das unmöglich, aber nicht bei Gott; für Gott ist alles möglich.« (Markus 10, 23-27, NGü) 

Update 02.02.12
Das Thema Nahrungsmittelspekulation und die Deutsche Bank wurde im Dezember letzten Jahres öffentlich durch den vom Zentrum für politische Schönheit produzierten Film: "Schuld. Die Barbarei Europas". In dem Film reden Manager der Deutschen Bank recht offenherzig über Nahrungsmittelspekulation und die afrikanischen Länder. 

Die Deutsche Bank wollte mit der Begründung, die Interviews seien nicht autorisiert gewesen, juristisch gegen den Film vorgehen.

Update 03.02.12
Avaaz hat jetzt auch eine Kampagne gestartet: Mit Essen spielt man nicht.
Lassen wir Herrn Ackermann und die Deutsche Bank keine Ruhe: Massiver Druck von uns kann ihn dazu bringen, den Hunger-Spieltisch zu verlassen und seine Rolle als Vorsitzender des Weltbanken-Verbands zu nutzen, damit andere folgen. Die Petition unterzeichnen.

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